nachhaltig einkaufen blog

Endlich Klartext!

Warum ich jetzt immer öfter über Nachhaltigkeit spreche und was das mit Flax7 zu tun hat.

Kennst Du das Gefühl, etwas gekauft zu haben, wo Du bereits an der Kasse Dein schlechtes Gewissen in Deinem Kopf wispern hörst: Das war jetzt aber nicht so gut! tzz tzz tzz Nicht für die Umwelt, nicht für die Herstellenden, nicht für Dich!

Leinenbluete Nachhaltigkeit von Leinentextilien

Genau solche Erlebnisse hatte ich seit des Unglücks in einer Textilfabrik immer häufiger. Unsere Innenstädte sind voll mit Geschäften, die unter fragwürdigen Bedingungen produzieren lassen.

Trotzdem kaufen dort nach wie vor viele (für mich zu viele) Menschen ein.
Entweder, weil sie es nicht besser wissen, ihnen Nachhaltigkeit egal ist oder schlicht ihr Geldbeutel nichts anderes zulässt. Denn so teuer die Menschen in den Fabriken weit weg von uns für unseren Konsum zahlen, auf den Preisschildern hier sieht man davon nichts.

Leider.

Die Stimmen in meinem Kopf sind laut

Aber das Stimmchen im Kopf (und davon gibt’s mehrere) wurde immer lauter. Ich wollte mich damit nicht abfinden und begann noch mehr auf Herkunft und Fertigung zu achten.

Komischerweise ist der Blick aufs Etikett im Pulli oder Kleid bei mir schon immer einer der ersten, wenn ich etwas kaufen möchte. Hab ich von meiner Mutter und Großmutter so vorgelebt bekommen. (Textilverrückte eben)

Und allzu oft bleibt das Produkt dann im Laden hängen, wenn mich das Gelesene auf dem Etikett nicht überzeugen kann.

Nachhaltigkeit von reinem Leinen

Nachhaltigkeit? Irgendwie normal.

So ist das Thema Nachhaltigkeit eigentlich schon lange Bestandteil meines Lebens, ohne dass ich dem eine besondere Beachtung geschenkt hätte. Oder es mir extra vorgenommen hätte.

Wie ist das bei Dir? Hast Du auch etwas, das schon nachhaltig ist, ohne dass Du besonders darüber nachdenkst?
Achtest Du darauf? Guckst Du danach? Dann teile Deine Tipps doch in den Kommentaren unter diesem Artikel.

Wenn es Dich auch frustriert, dass Du oft zu wenig über Herkunft und Herstellung weißt oder über die sozialen Bedingungen unter denen produziert wurde, dann kann ich Dich beruhigen.

Wir sind mehr als wir denken

Du bist nicht allein! Das kann ich Dir versichern! Und zum Glück werden wir immer mehr. Also willkommen in der Gemeinschaft der Zweifler, Nachforscher und Hinterfrager.

Und ich meine das ganz positiv!

Noch etwas, das mir da sicher hilfreich ist: mir sind Markenlabel ziemlich schnuppe!

Ja, man guckt schon mal drauf, aber im Endeffekt ist es egal, ob da ein bekannter Name auf dem Pulli klebt, die Tasche ein bestimmtes Logo hat oder sonst irgendwas nach außen transportiert, dass ich es mir leisten kann.

entscheide bewusst und informiert

Was ist wichtig?

Mir ist wichtig, dass ich lange was davon habe. Das es MICH ausdrückt.

Mir ist wichtig, dass die Produkteigenschaften stimmen.
Das ich weiß, ich kaufe etwas, das fair produziert wurde, wo die sozialen Bedingungen stimmen.
Etwas, bei dem auch die Menschen ein faires Auskommen haben, die für mein Produkt gearbeitet haben.

Und mir ist wichtig, dass ich nicht zusätzlich noch mehr Plastikmüll produziere.

Ich weiß, welche Materialien der Umwelt, mir und meiner Haut guttun. Und schon lange greife ich lieber zu natürlichen Materialien.

Der zweite Schritt sind dann die Produktionsbedingungen.

Was genau konsumieren wir da eigentlich?

Polyesterfasern, Microfasern, Polyacrylfasern – all diese Materialien, die wir oft in Textilien finden, sind nichts weiter als Plastik.

Das muss man sich erstmal klar machen, denn die Industrie verpackt das natürlich nicht als Plastik.

Da wird uns die Pflegeleichtigkeit angepriesen, der Superstretchanteil gelobt und die schnelltrocknenden Eigenschaften werden uns als Innovation verkauft.

Doch mal ehrlich, wer will schon gern in nem blauen Müllsack durch die Straßen gehen?

Nur sagt Dir das niemand so deutlich.

Wir denken, wir kaufen die super tollen, leichten und bügelarmen Textilien, doch im Prinzip sind das nichts weiter als gesponnene Fäden aus flüssigem Kunststoff. Gewonnen aus Erdöl.

Für unsere Haut ist das in etwa so, wie garen im eigenen Saft.

Mir ist wichtig, das deutlich zu machen. Vorzuleben, wie es auch anders geht. Ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was wir da konsumieren.

leinen rolle flax7 blogbeitrag alles über leinen

Bitte ohne erhobenen Zeigefinger

Ganz nebenbei wird der Konsum damit automatisch achtsamer, ressourcenschonender.

Wie am Ende jede von uns damit umgeht, möchte ich nicht vorgeben.

Ich möchte auch nichts verteufeln oder mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen und jedes Fitzelchen Plastik verurteilen.

Auch in meinem Haushalt gibt es Dosen aus Kunststoff mit lebenslanger Garantie. Sie jetzt wegzuwerfen wäre für mich auch kein Zeichen von Nachhaltigkeit. Sie sind ja schon da.

Ich bin Verfechterin für einfache Mittel und Wege, die uns in Fleisch und Blut übergehen können, wenn wir uns eine gewisse Routine zulegen, wie den Blick aufs Etikett und die Recherche, zu Herstellung und Unternehmen.

Ich möchte, dass wir im besten Fall auf nachwachsende Stoffe zurückgreifen. Das kann Wolle sein, das können Pflanzenfasern, wie Leinen, Tencel oder Baumwolle sein.

Aber auch da muss man gucken wo man sich bedient. Denn gerade Baumwolle ist ein Produkt was noch viel zu häufig mit einem extrem hohen Einsatz an Pestiziden und Wasser hergestellt wird.

Also Augen auf beim Textileinkauf!

wie nachhaltig ist Leinen

Die Textilindustrie & wie es auch geht

Insgesamt ist die Textilindustrie eine der dreckigsten Industrien unserer Zeit.

Die eine extrem hohe Verschwendung von Ressourcen verzeichnet. Da müssen wir einfach umdenken. Zum Wohle für unsere Erde und für uns.

Zum Glück gibt es aber ein immer weiter wachsendes Bewusstsein für Betriebe und Label, die einen anderen Ansatz haben.

Es gibt Unternehmen, die mit Handwerkern aus Dritte-Welt-Ländern zusammen arbeiten und ihnen einen fairen Lohn zahlen.

Es gibt Unternehmen, die aus den Zuschnittresten der Textilindustrie neue Produkte erschaffen und so dazu beitragen, den Verschwendungswahnsinn zu minimieren.

Und  zum Glück  gibt es noch kleine Unternehmen, die sorgsam mit den Materialien umgehen, aus Rücksicht auf die Menschen, die sie hergestellt haben und in dem Bewusstsein, wie viel Wert ein Stoff hat.
Handwerksbetriebe, die den Wert der Arbeit ganz selbstverständlich anders gewichten.

Nachhaltigkeit in der Textilherstellung

Und was ist mit Dir?

Aber all das wäre nichts ohne Menschen wie Dich, die sich die Mühe machen hinter die Kulissen zu schauen.

Und die am Ende eine achtsame, überlegte Kaufentscheidung treffen.

Und ich nehme mal an, dass auch Dir eine transparente Herstellung wichtig ist, sonst würdest Du vermutlich diesen Artikel nicht lesen. Oder?

Ich beobachte eine mutmachende Entwicklung.

Konsumenten, wie Du und ich, sind nicht mehr nur auf der Jagd nach dem niedrigsten Preis, sondern sie wollen immer häufiger wissen woher ihre Bestellung kommt, wer sie produziert hat und aus welchen Materialien.

Das ist einer der Motoren, der mich immer weiter antreibt, mein Ziel weiter zu verfolgen und mehr Nachhaltigkeit in Dein Leben zu bringen. Mit Vergnügen. Mit Farbe. Mit Leinen. Nicht mit Verboten.

Es soll weiter Spaß machen, einzukaufen. Auch online. Denn ja, das geht auch ohne viel Plastikmüll.

Ruhe in Deinem Kopf

Ich möchte die Stimmen in Deinem Kopf zum Schweigen bringen.

Weil Du eine bewusste, gut überlegte Kaufentscheidung getroffen hast. Auf der Grundlage einer transparenten Information, die Du in meinem Shop bekommst.

Ich habe mit dem Start bei Flax7 eine Entscheidung getroffen. Und die bestimmte und bestimmt bis heute und in der Zukunft meinen Weg.

Ich produziere in handwerklicher Fertigung. In meinem Atelier am Niederrhein nach Techniken, die ich von meiner Mutter und Großmutter gelernt und in der Zeit danach weiter verfeinert habe.

Ich produziere keine Massen, die dann im Lager vor sich hinwarten, sondern ich fertige Kleinserien und nähe oft auf Bestellung.

Wenn Du mehr über mich wissen willst, dann lies auf meiner Über-Mich-Seite weiter.

im Nähatelier

Transparenz

Es wäre so viel einfacher gewesen, die Produktion nach China auszulagern. Angebote (ungefragt gesendet) gab und gibt es genug.

Die Herstellung wäre weniger teuer und jedes Stück würde in perfekter Konformität aus der Fabrik kommen. (Im Nebeneffekt würde ich mehr Gewinn erzielen.) Doch zu welchem Preis das alles?

Und was bitte hat der Transport einmal um den Globus mit Nachhaltigkeit zu tun?

Wie man es auch dreht und wendet, ich bin einfach fest davon überzeugt, dass Handarbeit einen besonderen Wert hat. Und das sorgt in meinen Augen für ein schöneres, bezaubernderes Produkt.

Außerdem habe ich nach wie vor eine Riesenfreude daran, für Dich genau Dein Kissen, Deine Tasche oder Deine Bettwäsche zu nähen. Etwas ganz individuelles.

In Gedanken sehe ich jedes Kissen auf einem imaginären Sofa liegen oder habe Bilder von gemütlichen Schlafzimmern voller entspannender Decken und Kissen vor meinem inneren Auge.

 

Sozusagen moderner Stil gepaart mit traditioneller Herstellung aus natürlichem Leinen ganz speziell für Dich.

Dir das zu ermöglichen soll mein Beitrag sein, der etwas in der Welt verändert. Wenn wir uns alle mit einem kleinen Schritt auf den Weg machen, können wir was bewegen.

Mir ist es wichtig, diese Gedanken mit Dir zu teilen und ich Danke Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, diesen langen Artikel zu lesen.

Wenn Du möchtest, dann berichte gern direkt hier in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen.

Ich würde mich sehr freuen, von Dir zu lesen.  keine Massenware bei Flax7

Herzlichst, Deine Irina

 

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